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FÜR DIE ZUKUNFT MOBIL GEMACHT

„Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?“: Dieser Frage gingen rund 70 Behördenmitglieder der Regio Kreuzlingen am dritten Abend der interkommunalen Zusammenarbeit nach. Neben Gedankenanstössen von Zukunftsforscher Andreas Walker erhielten sie Einblicke in Elektromobilität, Bike-Sharing und autonomes Fahren.

Lufttaxis schweben über den Bodensee. Auf den Strassen fahren autonome Fahrzeuge direkt an den Perron, an dem der Hochgeschwindigkeitszug auf die Passagiere wartet. „Science Fiction oder schon bald Realität?“: Seine rhetorische Frage richtete Zukunftsforscher Andreas Walker an rund 70 Behördenmitglieder sowie Gemeindeschreiberinnen und -schreiber der Regio Kreuzlingen. Sie hatten sich am Freitag, 28. September zum dritten Abend der interkommunalen Zusammenarbeit in der Bürgerhalle in Tägerwilen eingefunden. Gespannt lauschten sie Walkers Ausführungen zum Thema „Mobilität der Zukunft“.

Zukunft gestalten
Anhand eindrücklicher Beispiele zeigte Walker auf, wie sich Megatrends wie die Alterung der Bevölkerung und die Digitalisierung auf die Mobilität auswirken. Es sei wichtig, hinzuschauen und diese Trends gemeinsam zu diskutieren, „denn letztlich gestalten Sie mit Ihren Entscheidungen die Zukunft mit.“ René Walther, Präsident der Regionalplanungsgruppe Kreuzlingen, nahm den Ball dankbar auf: Der Abend der interkommunalen Zusammenarbeit diene genau dazu, gemeinsame Potenziale sichtbar zu machen. Die Gemeinden seien mit steigenden Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger konfrontiert – ganz besonders bei der Mobilität, die keine Gemeindegrenze kenne und nur im Verbund gestaltet werden könne. Ziel sei, mit realen und zielgerichteten Projekten den gemeinsamen Erfolg über die 14 Gemeinden der Regio Kreuzlingen zu fördern. Dazu gehöre das regionale Konzept für Elektromobilität und kombinierte Mobilität, das derzeit erarbeitet werde. Vom heutigen Abend erhoffe er sich weitere Ideen und Gedankenanstösse, um die Mobilität in der Region optimal zu fördern.

Selbstfahrende Busse
Die Teilnehmenden tauchten in der Folge an vier interaktiven Stationen tiefer in die Thematik ein: Alexander Schulze von der Amotech GmbH stellte ihnen die Möglichkeiten der autonomen Mobilität vor. Im schaffhausischen Neuhausen betreibt Amotech bereits heute einen selbstfahrenden Bus. Damit könnten in Zukunft ÖV-Lücken geschlossen werden, betonte Schulze. Werner Fritschi, Bereichsleiter Markt bei Thurbo, und Rolf Gehrig, Key Account Manager von Mobility, demonstrierten, wie sich Elektroauto und Zug am „Bahnhof der Zukunft“ ergänzen. Erst vor wenigen Wochen haben Thurbo und Mobility am Bahnhof Tägerwilen ein Elektromobil in Betrieb genommen. Weitere werden folgen. Am Stand von Stefan Maissen, Geschäftsführer von Rent-a-Bike, konnten sich die Teilnehmenden von den Vorzügen eines Verleihsystems für E-Bikes überzeugen. Die Regio will möglichst bald einen öffentlichen Verleih mitlancieren. Vor dem Gemeindehaus Tägerwilen stellte Romano Ingold von den St. Galler Stadtwerken seinerseits die neu eröffnete Ladestation für Elektroautos und das damit zusammenhängende Bezahlsystem Ost-mobil vor. Die vielen Eindrücke vertieften die Teilnehmenden beim abschliessenden Apéro in der Bürgerhalle.


Bildlegende:
Diskutierten die Zukunft der Mobilität: René Walther, Präsident der Regionalplanungsgruppe Kreuzlingen, und Zukunftsforscher Andreas Walker.

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